Kolkraben am Luderplatz
Die intelligenten Kolkraben aus nächster Nähe zu beobachten ist immer wieder ein Erlebnis. In Ostpolen hatte ich jetzt die Möglichkeit gleich ca. 80 Tiere dieser Corviden am Luderplatz aus einer Entfernung von nur 12-15 Metern zu beobachten. Abgesehen von den zahlreichen Lautäußerungen waren die ganzen Interaktionen an der “food bonanza” sehr spannend. Ich hatte mich für ca. 10 Stunden in einem festen Versteck einquartiert und dort mit der 500mm Linse angesessen. Aufgrund schlechter Witterung konnte ich leider nur Fotos mit ca. 6400 ISO schießen. Aber das Erlebnis war von hoher Qualität. Die Seeadler haben sich aufgrund der überstarken Kolkrabenmacht nicht an den Luderplatz getraut …
Tipp zum Ausrüster
Wer viel draußen unterwegs ist, weiß, wie wichtig gute Ausrüstung ist. An dieser Stelle meine Empfehlungen zu einem gut sortierten Ausrüster mit Marken-Ware:
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Naturfototreffen am 11.11.2011
9. Treffen mit Vorträgen (11.11.2011)
Liebe Naturfotogruppe, der Sommer ist vorbei, die Kraniche sind fast alle im Süden und der Winter klopft des Nächtens an … es ist also Zeit, sich mal die Fotos aus Sommer und Herbst anzuschauen. Daher lade ich euch zu unserem nächsten Treffen ein. Freitag, 11.11.2011, 20:00 Uhr im Szenario(Auflauf, www.auflauf-marburg.de) in Marburg.
Wir können uns über folgende Vorträge freuen:
- Schäf, Mathias, www.living-nature.eu: “Ein Streifzug durch das Archiv eines Naturfotografen” (45 min)
- Hellwig, Hans-Jörg, www.diginatur.de: “Dynamische Insektenfotografie am Beispiel von Wespen” (20 min)
- Pause – Abendessen
- Wesch, Felix, www.felixwesch.de: “Die Donauauen in Wien” (15 min)
- 5er Portfolios: Im 5er Portfolio gibt es für jede/n die Option, fünf Fotos (genau 5 !!) zu zeigen. Diese bitte auf USB Stick oder CD mitbringen. Schön wäre eine thematische Fokussierung …
- Verschiedenes: Ideen, Ausflüge ?
Wie üblich, erhalten wir den Raum im Szenario nur gegen “Verzehr”. Daher bitte ich euch, Hunger mitzubringen. Ich freue mich wie immer über Zu(!)- oder Absagen. Bitte meldet euch bis zum 01. November bei mir unter: mail[at]sascharoesner.de.

... im Herbst ziehen sie zu Zehntausenden über Mittelhessen.
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Über 30.000 Kraniche
… rasten derzeit in der Vorpommerschen Boddenlandschaft. Ich habe die Kraniche an der Ostsee besucht und mich zum Fotografieren für einen Tag in eine “Holzkiste” zurückgezogen. Ein paar Fotos habe ich in einer kleinen Galerie zusammengestellt. Wer mehr erfahren möchte, kann hier: klick vorbeischauen.
mehrStoppelacker
Nahezu alle Getreidefelder in Mittelhessen sind abgeerntet. Viele Tiere leiden dann für ein paar Tage unter dem “Ernteschock”. Füchse und Hasen haben in den Feldern keine Deckung mehr; müssen sich jetzt tagsüber in Feldraine oder angrenzende Wälder zurückziehen. Feldlerchen müssen jetzt stärker vor Greifvögeln auf der Hut sein … aber so manche Pflanze schafft es jetzt ohne die konkurrierenden großen Gräser in den offenen Feldern Fuß zu fassen. Brennnessel keimen und wachsen, der Mohn treibt Blüten und kleine Korbblüter versuchen noch Samen anzusetzen …
Ich habe versucht mit Tele-, Makro und Standardlinsen die Situation in den Streifen der Stoppelfelder fotografisch festzuhalten. Anbei eine kleine Galerie.
mehrTreffen der Naturfotogruppe (Hessen)

Hallo zusammen,
die Naturfotogruppe in Marburg trifft sich wieder. Wer Interesse an spannenden Vorträgen in lockerer Runde und “small-talk” über die gemeinsamen Interessen hat, ist herzlich eingeladen …
Termin: Freitag den 12.08.2011
Start: 19:00
Ort: “Bühne 2″ in der Waggonhalle, Marburg
Pause: gemeinsames Abendessen im “Rotkehlchen”, danach 2. Teil der Vorträge und gemeinsamer Abschluss im Rotkehlchen z.B. bei einer leckeren Rhabarber-Schorle :-)
Programm:
* Thomas Müller: Antarktis: Pinguine und Eisberge – Fotobericht von mehreren Forschungsexpeditionen
* Marco Hoffmann: Das Jahr 2010 – aus Sicht eines Naturfotografen
* Eike Lena Neuschulz: Südafrika – Eindrücke eines Forschungsprojekts
* Tobias Sandner: Einblicke in die Flora von Teneriffa
Weiter Informationen findet ihr hier: Naturfotogruppe / Termine
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Besuch bei den Wasseramseln
In der vergangenen Woche habe ich den Wasseramseln an der Lahn einen Besuch abgestattet. Bei einem ersten Kontrollgang ohne Kamera konnte ich ein Brutpaar beobachten, welches mind. drei flügge Jungvögel führte. Zugegeben: Eigentlich etwas spät im Jahr. Ich hätte wohl vier Wochen früher mal vorbei schauen sollen, aber der Terminkalender ist voll und so ist diese Spät(oder Zweit-)brut sehr dankbar. Durch regelmäßigen “Publikumsverkehr” am Rande des Marburger Stadtzentrums sind die Wasseramseln an die Anwesenheit von Menschen und Hunden gewöhnt. Zudem hilft hier ein alter Trick der Naturfotografen. Für viele Wasservögel kommen die Feinde nämlich häufig vom Ufer … daher werden Annäherungen von Uferseite nicht gerade belohnt. Ich habe in den letzten Tagen – dank Watstiefeln und niedrigem Wasserstand – die andere Variante probiert und mich von der Flussmitte genähert.

Wasseramsel | European dipper (Cinclus cinclus)
Belohnt wurde ich mit Fotos aus dem Familienleben der geschickten Taucher. Da die Tiere sehr kooperativ und geduldig mit mir waren, konnte ich in aller Ruhe ein paar kurze Videosequenzen erstellen. Die EOS 1D MK IV zeichnet HD-Filme mit einer Bilderfrequenz von bis zu 24 fps auf. Sofern die Kamera gut auf einem Stativ montiert ist und somit kaum verwackelt, sind gute Videoaufnahmen möglich. Ein paar kurze Sequenzen habe ich zusammengestellt: Weitere Informationen und Fotos zu bzw. von den Wasseramseln finden sich hier: Wasseramseln (Cinclus cinclus).
mehrBayerischer Wald im Frühjahr
Derzeit sehr zu empfehlen … eine Exkursion in den ältesten deutschen Nationalpark (gegründet 1970). Die Hochlagen-Fichtenwälder sind durch Borkenkäferbefall in den letzten Jahren sehr verändert worden. Was für viele Besucher auf den ersten Blick ein Schock sein mag (“totgeschützt”), lässt viele Ökologen staunen: Denn hier laufen natürliche dynamische Prozesse ab, die anderswo durch Menschenhand vehement unterbunden werden.
Feuer und Insektenkalamitäten zählen zu den natürlichen Prozessen in vielen Ökosystemen. Im Bayerischen Wald kann man diese Dynamik mit eigenem Auge beobachten. Wer in Höhenlagen über 1100 m üNN wandert, sieht die großflächig abgestorbenen Altfichtenbestände. Beim zweiten Blick sieht man jedoch schon den nachwachsenden Urwald von morgen. Überall stehen mannshohe Jungfichten und pionierartig einwandernde Ebereschen.Hier und da stehen noch inselartig grüne Bestände des “alten Waldes”. Diese offenen Strukturen bieten vielen seltenen Arten einen Lebensraum; selbst Wendehälse und Gartenrotschwänze singen derzeit auf den Hochlagen obwohl sie den Ornithologen doch ansonsten eher als Kulturfolger aus Streuobstbeständen oder naturnahen Gärten zu erwarten wären, finden wir sie jetzt in den naturnahen Wäldern des Nationalparks. Wer eine Exkursion in diese einmalige Waldregion im Südosten der Republik plant, kann sich hier schonmal einen Einblick in die zahlreichen Veranstaltungen verschafen: http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/aktuelles/sommerprogramm_2011.htm
Jungvögel im Frühling
Wer diese Tage mit offenen Augen und Ohren durch die Landschaft geht, kann schon an vielen Stellen fütternde – oder zumindest futtertragende – Altvögel entdecken. In den Streuobstwiesen herrscht derzeit reges Treiben. Hier wartet ein junger Star (Sturnus vulgaris) bettelnd am Flugloch seines Geburtsortes; einer alten Spechthöhle. Sehr attraktive Wohnlage mit Baumpilz als Überdachung.
Canon MK IV | EF 500 mm @ f 6.3 | 1/160 sec. | Tarnzelt | ISO 1600 | Dreibein | Spiegelvorauslösung
mehrVideo mit der D-SLR
Die modernen Modelle einiger Spiegelreflexkameras haben mittlerweile die Option, auch Videosequenzen aufzuzeichnen. Da ein echter Autofokus fehlt, reicht dies meist nur aus, um statische und relativ langsame (Bildfrequenzen bis zu 30 Bilder/Sekunde) Objekte in brauchbarer Qualität zu filmen. Heute habe ich – ob der schlechten Licht- und Wetterverhältnisse – im Wildgehege des Bayerischen Waldes erstmals die Video-Funktion getestet. Bei ISO 12.800 konnte ich Fotos machen… aber auch das Video einer Wildkatze lässt sich zeigen. Die Aufnahme entstand mit dem 500mm Objektiv inklusive Stabilisator (beim genauen Hinhören erkennt man das leichte Brummen der Motoren im Video) auf einem Wimberley-Kopf und einem Dreibein.
Die Wildkatze (Felis sylvestris) hat aufmerksam das Autofokuslicht meiner Kamera fixiert. Das Video wurde mit iMovie auf Mac OSX bearbeitet. Copyright by Sascha Rösner. Canon EOS 1D Mk IV.
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