Ökologie und Naturfotos

Viele Naturfotos beinhalten die Portraitierung von Pflanzen- oder Tierarten. Mir erscheint es jedoch spannend, ökologische Zusammenhänge in ansprechenden Fotos zu zeigen. In den letzten Jahren versuche ich vermehrt von der rein plakativen Darstellung in Form von “Tierpotraits” abzukommen und den nächst komplexeren Bereich auszubauen. Ökologische Inhalte wie etwa das Zusammenleben von Tieren oder die Tier-/Pflanzen Interaktionen. Das beistehende Foto zeigt beispielsweise die Samenausbreitung durch Vögel. Der Kernbeisser “erntet” und verschleppt Kirschkerne. Dabei trägt dieser Frucht- oder Samenfresser zur Ausbreitung der Pflanzenart bei … also ein beiderseits vorteilhafte Beziehung. Ein sogenannter Mutualismus. Die Nachkommen des Baumes werden ausgebreitet; der Kernbeisser wird satt …

Samenausbreitung:

Hier zeige ich mal ein kleines Repertoire aus dem Themenkomplex Pflanzen-Tier-Interaktion. Im Jahr 2009 habe ich mich gezielt and fruchtende Bäume und Sträucher angesetzt, um die Samen- und Fruchtfresser zu fotografieren. Die Beispiele zeigen einige Singvogelarten in der Kirsche (Prunus avium), dem Weißdorn (Crataegus monogyna) und der Eberesche (Sorbus aucuparia). Zwei dieser Arten werden auch synonym als Vogelkirsche oder Vogelbeere genannt. Dies spiegelt sich u.a. auch in den wissenschaftlichen Namen der Baumarten wider.

Zeichnung von J. Albrecht; nach einer Fotovorlage.

Bestäubung:

Die Landwirtschaft würde kaum Erträge einfahren, wenn die Natur nicht ökologische Dienstleistungen wie z.B. die Bestäubung erbringen würde. Getreide bspw. muss durch Wind und viele andere Fruchtarten (bspw. Raps oder Facelia) durch Insekten bestäubt werden um Samen und Früchte anzusetzen. Viele Insekten werden durch den Nektar der Pflanzen als Nahrungsquelle angelockt und tragen dabei fast unweigerlich die Pollen der Pflanzen von einer Blüte zur nächsten. Hier ein paar Fotos aus diesem ökologischen Themenkomplex.

Prädation:

Viele Tiere sind auf andere Tierarten als Nahrungsgrundlage angeweisen. Dabei passen sich die Räuber (Prädatoren) in ihrem Jagdverhalten strategisch immer besser an ihr Beute an. Die Beutetiere wiederum sind stets daran interessiert, ihren Widersachern zu entkommen oder unentdeckt zu bleiben …


Wasseramseln sind auf die Jagd von Wasserinsekten und deren
Larven spezialisiert. Hier versucht gerade ein Vogel eine Köcher-
fliegenlarve von ihrem Köcher aus kleinen Steinchen zu befreien. Sie
hatte sie auf einem Tauchgang vom Grund des Flusses erbeutet.

 

Herbivorie:

Herbivore Tiere sind Pflanzenfresser, die man in Herbivore (größere Arten wie Vögel oder Säugetiere) und Phytophage (kleinere Tiere,bspw. Insekten) unterteilen kann. Im Gegensatz dazu stehen die Carnivoren, die Fleischfresser.

 

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